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Sanierung Deponie

 

Ehemalige Hausmülldeponie „Am Brenten“ erhält letzte Abdeckungsschicht

Die Arbeiten zur Endabdeckung auf der ehemaligen Hausmülldeponie haben begonnen. Betroffen ist eine knapp neun Hektar große Fläche, auf der bis Ende Mai 2005 rd. 500.000 m³ Hausmüll abgelagert worden sind. Die Maßnahme verteilt sich auf zwei Bauabschnitte in diesem und im nächsten Jahr.

Bei Schließung der Deponie wurde bereits eine vorübergehende Abdeckungsschicht eingebaut. Geplant war damit, die abzusehenden Setzungen im Müll und Untergrund abzuwarten und danach das endgültige, von den gesetzlichen Bestimmungen und behördlichen Auflagen vorgegebene Oberflächenabdichtungssystem aufzubringen.

Im ersten Schritt wird die vorhandene ca. 40 cm starke Bodenschicht abgetragen und seitlich gelagert. Nach Ausgleichsmaßnahmen an  der Oberfläche und teilweiser Aufbringung einer Tondichtungsbahn wird eine 2,5 mm dünne Kunststoffdichtungsbahn aufgelegt und verschweißt. Die Kunststoffbahn ist das Kernelement des gesamten Abdichtungssystems. Sie verhindert, dass Oberflächenwasser in den Deponiekörper eindringen und so Gasprozesse am Laufen halten kann. An die Materialqualität, vor allem an die Haltbarkeit und an den Einbau selbst werden daher hohe Anforderungen gestellt. Die Einhaltung wird von Sachverständigen ständig überwacht. Auf die Kunststoffbahn wiederum kommt eine Dränmatte, die dem Schutz und der Ableitung von versickertem Oberflächenwasser dient. Anschließend wird die seitlich zwischengelagerte Bodenschicht wieder aufgetragen und weiteres Material eingebaut, bis eine insgesamt einen Meter starke Schicht entsteht. Zum Schluss erfolgt eine Begrünung der Fläche.

Die Kosten der gesamten Baumaßnahme werden voraussichtlich bei 9 Millionen Euro liegen. Zur Finanzierung hat das VIVO KU durch die frühzeitige Bildung von Rückstellungen vorgesorgt. Eine zusätzliche Belastung der Müllgebührenzahler wird es nicht geben.

Trotz der aufwändigen Gestaltung des Abdichtungssystems kann das Gelände nach Ende der Bauarbeiten nicht für andere Zwecke genutzt werden. Voraussetzung dafür wäre die Entlassung aus der Nachsorgephase. Das Gesetz versteht darunter die behördliche Feststellung, dass von der Deponie künftig keine Beeinträchtigungen des Allgemeinwohls zu erwarten sind. Ob und wann damit gerechnet werden kann, ist derzeit völlig offen. Das Kommunalunternehmen plant jedenfalls bis einschließlich 2035 und schöpft insoweit zunächst den gesetzlichen Mindestzeitraum aus.

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